die NÖ Umweltverbände
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Weitere Fragen rund um die Abfallwirtschaft


Praktikantin Franziska Czeczelits macht sich über folgende Fragen Gedanken:

Was passiert mit alten bzw. verbrauchten Batterien nachdem sie in der Sammelbox landen?
Zunächst werden die Batterien sorgfältig gesammelt und sortiert. Anschließend durchlaufen die Batterien eine Reihe von Prozessen, um die Rohstoffe zu trennen. Je nach Typ durchläuft eine verbrauchte Batterie einen oder mehrere der folgenden Prozesse:
• Bei der mechanischen Trennung werden die Batterien grob geschreddert, um die Trennung der verschiedenen Materialien zu erleichtern.
• Bei extrem hohen Temperaturen werden die Metalle aus den Batterien herausgeschmolzen.
• Bei der chemischen Trennung werden mit einer basischen und/oder sauren Lösung die verschiedenen Materialien aus den Batterien herausgelöst.
Bis zu 90 Prozent der Materialien in Batterien können je nach Methode recycelt werden.
Die Mindesteffizienz für das Recycling von Altbatterien beträgt bei
• Blei-Säure-Batterien 65 Prozent
• NiCd-Batterien 75 Prozent
• Sonstige Batterien 50 Prozent
Die Sammelquote für Gerätealtbatterien liegt bei 45 Prozent.
Rund 4000 Tonnen Batterien (ohne Fahrzeug- und Industriebatterien) werden jedes Jahr in Österreich verkauft, jedoch nur die Hälfte wird fachgerecht entsorgt. Die andere Hälfte verschwindet laut dem Verband österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) spurlos. Batterien wie Micro-, Mignon- oder Knopfbatterien werden in Schubladen vergessen, entleeren sich in alten Radios, Taschenlampen oder Stofftieren oder landen letztendlich im Restmüll.
Seit 2019 schreibt die EU eine Sammelquote für Elektroaltgeräte von 65 Prozent vor. Österreich erreicht eine Quote von 58 Prozent und ist damit eine der führenden Nationen in Europa.

Warum ist die Kenntnis der Abfallmengen wichtig?
… da dieses Wissen als Grundlage und Voraussetzung für die Planung von Abfallentsorgungs- und Sammelsystemen und für die Entwicklung und Steuerung von Entsorgungssystemen (Gestaltung, Kapazitätenplanung, Potenziale, Dimensionierung) dient.
Es werden dabei Daten zu der Art, Menge, Verbleib und Herkunft (Haushalte oder Betriebe) des Abfalls erhoben.

Wird Altspeiseöl weiterverarbeitet?
In Österreich beträgt das jährliche Konsumations-Volumen an Speiseöl rund 50 Mio. Liter. Davon werden jedoch nur ca. 10 Prozent ordnungsgemäß entsorgt. Der Rest landet im Abfluss und in der Kanalisation. Dadurch wird der an sich wertvolle Rohstoff zum Problemstoff.
Wird Altspeiseöl gesammelt und zu einem Altstoffsammelzentrum gebracht, kann es weiterverarbeitet werden. Es wird gereinigt und verestert (chemischer Prozess), damit daraus Biodiesel entsteht. Ein Liter altes Speiseöl ergibt rund 0,8 Liter Biodiesel. Entsorgt man altes Öl und Fett in den Restmüll, ist eine Verwertung als Biodiesel nicht mehr möglich.
&

August 2020

8195; Was landet in den österreichischen Haushalten im Restmüll?
Zusammensetzung des Restmülls (gemischter Siedlungsabfall aus Haushalten)
In der nachfolgenden Tabelle wird die prozentuelle Zusammensetzung des gemischten Siedlungsabfalls aus Haushalten dargestellt. Es wird der Durchschnitt der Bundesländer Steiermark und Oberösterreich im Vergleich zum Bezirk Mödling verglichen.
Durchschnitt - Steiermark und Oberösterreich (121,5 kg/EW)* Bezirk Mödling (167,0 kg/EW)
Organik 19,16% 31,60%
Papier und Karton 9,63% 9,70%
Hygieneartikel 15,02% 15,50%
Kunststoffe und Verbundstoffe 13,84% 14,30%
Textilien 7,30% 4,50%
Glas 3,93% 5,10%
Inertstoffe** 3,93% 7,60%
Metalle 3,50% 3,10%
Problemstoffe 0,54% 0,30%
Elektrogeräte 0,59% 0,70%
Feinfraktion 7,96% 7,00%
Sonstiger Abfall 14,63% 0,70%
100,00% 100,10%
*Quelle BAWP 2017, https://www.bmlrt.gv.at/umwelt/abfall-ressourcen/bundes-abfallwirtschaftsplan/BAWP2017-Final.html

** Als Inertstoffe bezeichnet man unbrennbare mineralische Abfälle, die nicht zu Bauschutt zählen. Beispiele sind Eternit, Gips, Rigips, Sanitärkeramik, Glasbausteine, Glas und Steinwolle.

Kann man Zigarettenstummel sinnvoll recyceln?
Zigarettenstummel sind ein großes Umweltproblem. Berichten der WHO aus 2017 zufolge werden von täglich gerauchten 15 Milliarden Zigaretten ca. 2/3 d.h. 10 Milliarden auf den Boden geworfen. Dabei bestehen Zigarettenfilter großteils aus Zelluloseacetat - einem Kunststoff. Die Nicht-Aufnahme der Zigarettenfilter im Zuge der single use plastic Verordnung (SUP) und des EU Kreislaufpakets könnte man als verlorene Chance ansehen, wenn nicht Nachbesserungen folgen sollten.
Hinsichtlich einer stofflichen Verwertung von Zigarettenstummeln sind derzeit sind keine gesonderten Projekte bekannt. Die Schwierigkeit besteht vor allem darin, den kleinteiligen Abfall wirtschaftlich sinnvoll einzusammeln.
Recherche von Franziska Czeczelits, August 2020





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