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6 Fragen zum Thema Abfallwirtschaft Teil 2


Eine Praktikantin macht sich Gedanken über die Abfallwirtschaft




Warum wird Restmüll vor der Ablagerung auf die Deponie behandelt?

Ohne Vorbehandlung kann eine Ablagerung von Restmüll unter Umständen zu großen Problemen führen. Einerseits hat man ein viel größeres Volumen zu
deponieren, andererseits sind viele reaktive Stoffe und Verbindungen noch im Abfall enthalten.
Durch Niederschlag/Sickerwasser können diese ausgewaschen werden. Ohne Vorbehandlung kommt es zu einer erhöhten Gasaustrittsrate und dies wird durch die Vorbehandlung verhindert.


Warum werden Abfälle verbrannt?

Abfälle werden verbrannt, um daraus Energie und Wärme zu erzeugen. Aber auch, um die abzulagernden Mengen, die auf die Deponie kommen, zu verringern, organische Stoffe zu zerstören, als Ersatz fossiler Brennstoffe und um die vollständige Hygienisierung von z.B. infektiösem Abfall zu garantieren.


Wie entsorgt man Altmedikamente richtig?

Durch die Rückgabe der Restmedikamente bei Altstoffsammelzentren (ASZ) sollte gewährleistet sein, dass die Medikamente der Müllverbrennung zugeführt und somit vollständig zerstört werden. Außerdem wird verhindert, dass Kinder an die Medikamente gelangen und diese konsumieren.
Unsachgemäß über den Ausguss oder die Toilette entsorgte Medikamente gelangen unnötigerweise in die Umwelt, da Kläranlagen nicht alle im Abwasser enthaltenen Substanzen zurückhalten können. Das gereinigte Wasser kann noch Medikamentenreste enthalten, die mit dem Kläranlagenablauf in die Gewässer gelangen.


Was passiert mit dem Altglas? Und wie funktioniert Glasrecycling?

Das gesammelte Altglas wird zu Glaswerken transportiert, denn es ist Rohstoff für neue Glasverpackungen. Das Glas wird eingeschmolzen und zu neuen Flaschen, Gurkengläsern, Parfumflacons etc. geformt. In Österreich recyceln drei Glaswerke das gesammelte Altglas: zwei Werke von Vetropack in Oberösterreich und Niederösterreich, ein Werk von Stölzle in der Steiermark.
Die gebrauchten Glasverpackungen werden eingeschmolzen und zu neuen geformt. Vor der Schmelze wird der Glasabfall händisch sowie maschinell von falschen Glasarten, Glasstücken der falschen Farbe und Fremdstoffen befreit. Im Recyclingprozess können zwischen 3 und 7 Prozent des Altglases aufgrund ihrer Größe, Struktur oder Verunreinigungen nicht wieder aufbereitet werden. Dieses Material wird zum Beispiel zu Blähglasgranulat verarbeitet. Dieser Leichtfüllstoff wird in Produkten der Trockenmörtel- und bauchemischen Industrie, in Akustikplatten, in massiven Wandbaustoffen, sowie in der Altbausanierung verwendet.
Prozess der Aufbereitung von Altglas für die Produktion von neuen Glasverpackungen:
• Abtrennung von Eisenteilen mit Magnetabscheider
• Erfassung größerer Fremdstoffe per Hand
• Zerkleinerung auf 15 mm im Brecher
• Sieben auf Lochsiebrinne, dabei werden Fremdstoffe, die leichter als Glas sind, abgesaugt.
• Entfernung lichtundurchlässiger Materialien (z.B. Keramik) mittels optischer Verfahren
• Nachsortierung per Hand
• Erfassung restlicher eisenhaltiger Stoffe mittels Magnetabscheider
• abschließende Kontrolle
• Einschmelzung - Neugießung


Ich habe mehr Restmüll, als in meinen Behälter passt. Wie kann ich den restlichen Restmüll entsorgen?

Falls es sich um eine einmalige Situation handelt und der Restmüllbehälter nicht regelmäßig überfüllt ist, kann man zusätzlich einen Sack kaufen. Dieser ist bei der jeweiligen Gemeinde erhältlich. Diesen stellt man dann zum Restmüllbehälter und wird dann von der Müllabfuhr mitgenommen. Abfall einfach neben den Behälter zu stellen ist nicht sinnvoll, da dieser Abfall nicht mitgenommen wird. Falls der Behälter regelmäßig überfüllt ist kann man, falls nicht schon gemacht, die Intervalle der Abholung auf alle zwei Wochen, statt auf alle vier Wochen umstellen oder einen größeren Behälter beantragen. Auch wichtig zu wissen: Der meiste Restmüll, der für Restmüll gehalten wird, ist gar kein Restmüll. In den Restmüllbehälter sollten nur Abfälle, die weder Altstoff (=verwertbare Stoffe wie z.B. Altholz, Eisenschrott etc.) noch kompostierbarer Abfall (Bioabfälle) sind. Das kann zum Beispiel Katzenstreu, Kehricht, Kerzenreste, Korken, Staubsaugerbeutel, Kassenzettel, Taschentücher, stark verschmutzte Verpackungen und Stoffreste sein.


Wie sinnvoll ist das Recycling von Altmetall?

Aluminium ist einer der beliebtesten metallischen Werkstoffe der Welt und sein Bedarf steigt ständig. Das Erzeugen von Aluminium ist aber mit extrem hohen Energieaufwand verbunden. Um Aluminium zu recyceln braucht man nur 5 % der Energie, die bei der Primärerzeugung verbraucht wird. Bei der Herstellung von Aluminium werden durchschnittlich 66% Recyclingmaterial eingesetzt.
Rund 40% des produzierten Kupfers in Europa stammt aus dem Recycling von Kupferschrott. Pro Tonne Kupfer aus recyceltem Material ergibt sich eine CO2-Ersparnis von 3,42 Tonnen, das bedeutet 62% gegenüber dem Primärproduktionsprozess.
Stahl ist das Metall, das am Öftesten recycelt wird. Da man Stahl ohne Qualitätsverluste recyceln kann, kann man Stahl unendlich oft recyceln. Der Einsatz einer Tonne Stahlschrott spart CO2-Emissionen in gleicher Höhe.
Auch Blei kann gut recycelt werden. Je nach Material und Verfahren kann man bis zu 80 % Energie einsparen, gegenüber der Produktion aus Primärmaterial.
Das Recyceln von Altmetall ist also sinnvoll, deshalb ist es wichtig Altmetalle richtig zu entsorgen und damit den Kreislauf zu schließen.

Eine Recherche von Franziska Hutter, Juli 2020





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